Guerilla Tree – Mental Leaps

David Timsit

Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 46:29

Musikalische Fertigkeiten sind vor allem eine Frage der Übung. Viele Bands aus dem progressiven Segment verbringen viel Zeit damit in sportlichem Ehrgeiz ihren Instrumenten filigrane Klänge zu entlocken. Selten kommt dabei jedoch etwas beseeltes, ergreifendes heraus.
Nicht so bei GUERLLA TREE. Diese fünf Musiker stellen eine dieser magischen Konstellation dar, deren musikalisches Schaffen grundsätzlich von einer naturgegebenen Erhabenheit getragen wird. Gesanglich erinnert Frontman Rene an einen jungen Keith Caputo mit einer Brise Pete Steele, während kompositorisch – neben dem grundsätzlich starken Type O Negative Einfluss – eine Mischung aus eingängigem (Post-)Dark Rock und klassischen Progressive Metal Elementen geboten wird.
Das beeindruckende an dieser Band ist die Selbstverständlichkeit, die sie vom Fleck weg an den Tag legt. Routiniertes Songwriting, singende Gitarren-Soli wie man sie von den ganz großen Bühnen kennt, ein Gefühl für die richtige Würze in den Arrangements und eine perfekte Mischung aus Technik und Eingängigkeit. Viele Bands brauchen mehrere Alben um zu so einem Grad von musikalischer Reife zu gelangen .
Wenn diese Formation weiterhin Tracks vom Kaliber „Hear What I Say“ oder „Indocyanine Green“ raushaut, sich vielleicht noch ein wenig mehr vom dominanten Vorbild Type O Negative lösen kann und Karriere-technisch gute Entscheidungen trifft, haben wir es hier mit einem potentiellen nächsten großen Ding zu tun. Ein mächtiges Potential ist jedenfalls vorhanden.

9/10

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