Letzte Instanz – Ewig

David Timsit

Label: Drakkar
Spielzeit: 61:14

Seit 1996 feuert die Dresdener Truppe konstant Platten aus der zweiten Reihe des Mittelalter-Rock Genres ins Volk und hat es damit im Laufe der Zeit zu einem gewissen Achtungserfolg gebracht. Sänger Holly ist seit 2005 an Bord und dürfte mit seinem Eric-Fish-Timbre seither einige Fans aus dem Subway To Sally Lager im Alleingang rekrutiert haben.
Ebenso konstant wie die Karriere der Band präsentiert sich das aktuelle Album „Ewig“ beim ersten Hördurchgang. Es offenbart solide Handarbeit ohne große Höhen und Tiefen. Lediglich das tiefer gestimmte Instrumental „Et in Arcadia Ego“ fällt mit seinem doomigen Touch wohltuend aus dem Rahmen. Das Werk plätschert, davon abgesehen, schmerzlos und unauffällig im Mitteltempo vor sich hin, hinterlässt hier und da eine flüchtige melancholische Note, bringt ab und an einen Zeh zum wippen und ist mit der letzten Note eindruckslos verpufft.
Was LETZTE INSTANZ nach wie vor fehlt ist songwriterische Tiefe und Charisma. Die aufgeräumten Arrangements im rockig produzierten Soundgewand tun ihr übriges. Die, überwiegend in erzählerischer Form verfassten, Lyrics wandeln auf ausgetrampelten Pfaden und bringen keine Authentizität in das ohnehin aufgesetzt wirkende Gesamtbild.
Mit Songs wie „Von Anfang an“ spricht man sicher den ein oder anderen Gelegenheitshörer an, für den anspruchsvollen Düster-Rock Fan dürfte das Material im allgemeinen aber zu seicht sein.

6/10

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