Newsted – Heavy Metal Music

Newsted

David Timsit

Label: Spinefarm
Spielzeit: 56:54

Play. Es ertönt ein Jaymz-Riff der Marke C:\Daten\Riffs\Sandmen. Eine Stampf-Bassdrum und Hi-Hat im Offbeat. Dann Snare und weitere Gitarren-Layer. Newsted singt und phrasiert wie sein Antagonist, jodelt glücklicherweise aber nicht.

03:26: Platz machen für den Wah-Wah-Hammet. One-Take – passt schon. Wir haben ja nicht 1990.

„Soldierhead“. Newsted macht an Bass und Stimme nun den Lemmy und spielt den „Whiplash“-Groove auf 75% des Original-Tempos.

Cut. Ein paar Wochen später: Neuer Sound, neues Glück. Der Tonman wird’s schon richten (Anm. d. Autors: Nope).  Der neue Song braucht ’nen Jasontallica Namen. „…And Justice for Jason“? C’mon …  machen wir lieber: „…As The Crow Flies“. Ist schön subtil.

So, jetzt aber genug mit der Jaymz-Sache. Zeit für Rock ‚N‘ Roll. Schön gejammt – lass nehmen. „Ampossible“ – im Kasten.

„Long Time Dead“. Bock auf Punk Rock. Nicht verkehrt. Dazu wieder eine Brise Whiplash-Lemmy und alles schön aus der Hüfte rausgeschossen. Gute Laune garantiert.

„Above All“. Gitarrist vergisst den Neck-Humbucker wieder auf Bridge zu switchen. Schöner Mist. Aber Ex-Kyuss / Vista Chino Mastermind John Garcia wacht neben mir auf und fängt an mit dem Fuß zu wippen. „Hat was…“ sagt er.

Bass. Bass. Wir brauchen Bass. Der „King Of The Underdogs“ ist die Hymne aller Bassisten und die späte Rache für „… And Justice For All“. Friss das, Jaymz! Das ist eine Newsted Scheibe und wenn Newsted den Bass hören will, dann hört Newsted den Bass!

Und Newsted kann sowieso auch böse. „Nocturnus“ brummt übellaunig in Richtung Black Sabbath um ihnen ein ehrfürchtiges „wir sind unwürdig“ abzuringen, verstolpert sich dabei aber in seiner ungeschliffenen Polterei.

Auf der Tracknummer 9 kann man sich dann auch mal was dissonantes erlauben. „Twisted Tail Of The Comet“. „St. Anger“ in gut.

Endspurt. Noch einmal die Bay Area Fahne schwingen.“Kindevillusion“ wäre astreiner Thrash Metal, hätte Gitarrist Jessie Farnsworth eine Ahnung davon wie man mehr als bräzigen Soundbrei aus seinem Instrument herausholt.

Feierabend. „Futureality“ blues-rockt-stoner-doomt sich nochmal zäh durch die pumpenden Membranen. Dann ist Schluss. Gott sei Dank.

4/10

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