Primal Fear – Delivering The Black

PF Black

David Timsit

Label: Frontier Records
Spielzeit: 51:18

Im klassischen Heavy Metal ist grundsätzlich alles gesagt, ein neues Album ist selten mehr als Stilpolitur und technischer Show-Off. Dennoch sind PRIMAL FEAR immer ein audiophiler Hochgenuss. Und schon mit dem schnörkellosen Intro im Opener „King For A Day“ weiß man als Fan Bescheid wohin die Reise geht. In Sachen Härte, Spieltechnik und Produktionsqualität hat man Vorbilder wie Judas Priest oder Accept längst hinter sich gelassen, insofern sind solche Referenzen heutzutage kaum mehr notwendig. Bemerkenswert ist allerdings, dass es die Schwaben diesmal auch schaffen das Songwriting durchgängig auf internationales Top-Niveau zu hieven. Unter den zehn Songs befindet sich kaum ein wirklicher Stinker. Positiv ist der Verzicht auf zu viele Elemente im Arrangement der Songs hervorzuheben. Gitarre links, Gitarre rechts, Gesangsdopplungen nur dort wo sie Sinn machen – so muss das sein. Aus diesem Schema brechen lediglich zwei Songs heraus: Zum einen das neun Minuten lange „One Night In December“, welches mit orchestralem Einstieg und Savatage-artigen Passagen einen schönen Kontrast zu dem trockenen Heavy Metal des restlichen Materials herstellt und das genau an der richtigen Stelle des Albums. An vorletzter Stelle der Tracklist befindet sich zum anderen mit „Born With A Broken Heart“ noch eine etwas belanglos wirkende Halbballade, die aufgrund der sägenden Gitarren in den härteren Parts dennoch kaum Airplay-tauglich sein dürfte. Vielleicht reichts ja für div. Zweitverwertungen auf Samplern. Das abschließende „Inseminoid“ reißt es auch nicht mehr raus. Abgesehen davon ist PRIMAL FEAR mit „Delivering The Black“ ein echtes Highlight geglückt, das mit jedem ihrer früheren Outputs mithalten kann und einige der letzteren zudem deutlich übertrifft. Echte Headbanger greifen bedenkenlos zu.

8,5/10

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