Manowar – Kings Of Metal MMXIV

Manowar - Kings Of Metal

David Timsit

Label: Magic Circle
Spielzeit: 53:09

Holla, die Waldfee! Von MANOWAR hätte ich alles erwartet, aber nach den letzten Outputs alles andere als ein gelungene Neueinspielung eines schwer zu toppenden Klassikers. Genau genommen hatte ich die Metal Warriors seit gut einem Jahrzehnt aus den Augen verloren und nahm nur am Rande wahr, dass man ein belangloses Album mit einem fürchterlichen Sound veröffentlichte und es sich zunehmend mit Presse und Fans verscherzte. Aber ein echter Krieger steht wieder auf, wenn er am Boden liegt und kämpft weiter, auch wenn es nur darum geht das Schwert ein letztes Mal für den Ruhm der alten Tage zu schwingen. Keinesfalls stumpf und abgenutzt, sondern mindestens ebenso scharf wie die Klinge eines Schwertes, ist zu meinem Erstaunen Eric Adams Stimme. Der Mann nimmt die hohen Töne fast so treffsicher wie in den alten Tagen und hat in Sachen Ausdruck sogar noch mächtig zugelegt. Sei es die Musical-lastigere Betonung bei balladesken Klängen oder manch blues-rockiger Schlenker, den man so im Original nicht kannte. Ich würde gar so weit gehen und behaupten „Kings Of Metal MMXIV“ zieht seine Existenzberechtigung aus der jahrzehntelangen Erfahrung und Reife Adams. Denn rein instrumental bleibt man der Vorlage weitestgehend treu, auch wenn man zur Entlastung des Sängers nun zwei Ganztöne runtergestimmt hat und dem Zeitgeist mit einer trockeneren und dichteren Produktion Rechnung trägt. Eine weitere Änderung ist die Umsortierung der Playlist, die nun mit dem epischen „Hail And Kill“ beginnt und dramaturgisch eine gute Figur abgibt.

MANOWAR bleiben nach wie vor den Beweis schuldig, dass sie in der Lage sind heute noch relevantes auf die Beine zu stellen, aber dass sie grundsätzlich in der Lage dazu wären, belegt „Kings Of Metal MMXIV“ mehr als deutlich. Wer durch die neue Grand Magus eh gerade in der passenden Stimmung ist, oder den Klassiker schon lange nicht mehr auf dem Plattenteller hatte, wird mit diesem Werk sicherlich seine Freude haben. Wahrscheinlich sogar ein gewisser ehemaliger Dortmunder Chefredakteur. Hail Manowar!

9,5/10

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2 Gedanken zu “Manowar – Kings Of Metal MMXIV

  1. Stimme deinem Review zu, es ist wie du aufgetragen hast. Einzig und allein stößt mir die veränderte Tracklist auf, geht definitiv nicht!
    Meintest du mit ehemaligen Chefred. bestimmt den A. Schöwe, an den erinnere ich mich auch noch. War iwie immer lustig zu lesen wie auf den armen „True Metal Redakteur“ rum gehackt wurde, hö hö!

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