Equilibrium – Erdentempel

Equilibrium-Erdentempel

David Timsit

Label: Nuclear Blast
Spielzeit: 67:31

Dorf-Party-Metal sagen die einen, großer Epic Metal die anderen. So richtig einig ist sich keiner bei dieser Band, nicht mal die Musiker selbst, wie man der hohen Fluktuation im Line-Up entnehmen kann. Man muss aber doch schon einigermaßen Spaß-resistent sein, um bei „Erdentempel“ keine gute Laune zu bekommen. Hier wird eine Stimmung zwischen brachialem Saufgelage, Wiesentanz und Reiselust vermittelt, die sich das Wacken-Team nicht besser selbst hätte zimmern können. So ist der Release im Juni natürlich perfekt gewählt, um als Soundtrack der Wahl in den Autos der Festivalgänger auf und ab zu laufen. Ja, das wirkt verdammt konstruiert, klingt aber auch verdammt gut. Hymnen wie „Was lange währt“, „Unser Flöten Klang“ und das ulkige „Wirtshaus Gaudi“ werden noch für viele Jahre Freude in den Metal-Clubs unserer Breitengrade sorgen. Gegen Ende haben sich für Genre-Fans sogar noch ein paar düstere Klänge versteckt, wie bspw. bei „Apokalypse“. Und handwerklich ist hier alles wirklich mehr als in Ordnung. Super-tighte Blastbeats, monströse Arrangements, eine ballernde und transparente Produktion – was will man mehr? An der Basis mag man die kommerzielle Attitüde verteufeln, wenngleich sich selbst so manch schwarz-weiß angepinselter Waldschrat in schwachen Momenten beim Fuß wippen erwischen dürfte. Denn „Erdentempel“ ist schlicht und einfach der Metal-Spaß des Jahres – zugreifen und feiern!

9/10

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