Die Apokalyptischen Reiter – Tief.Tiefer

reiter-tief-tiefer

David Timsit

Label: Nuclear Blast
Spielzeit: 75:18

„Das Glück ist ein leichtes Mädchen…“ schallt es durch den Raum. „.. es weilt nicht gern am selben Ort.“ Diese Momente sind es, die das neue Werk der Reiter prägen. „Es küsst dich, wie es keine kann und dann ist es schon wieder fort.“ Ein Synonym für die Muse. Prägnante, zielsichere Lyrik, gebettet in instrumentale Stürme. Der Mensch ist nun mal Jäger. Dem Glück hinterher, den Mädchen und der perfekten Melodie, wie es Musiker gerne tun. Doch was ist all das Strampeln und Rennen ohne den stillen Moment des Triumphs? Da wo andere Bands rennen und rennen, haben die Reiter, in all ihrer Erfahrung, Inseln und Oasen geschaffen, die zum sacken lassen einladen. Nicht festhalten an bloßer Härte und Tradition, wie es die anderen Metal-Spießer tun, die sich selbst nicht spüren und ihr Leben einem eingefrorenen Moment widmen, bis sie dürr und grau mit kaputter Leber auseinander fallen. Der Künstler ist nicht Künstler um Erinnerungen zu beklatschen, sondern weil er pulsierendes Leben in sich spürt und in anderen auszulösen versteht. „Tief.Tiefer“ ist kein Album, das jedem zu jeder Sekunde gefallen muss und wird. Dafür ist es zu facettenreich. Aber es ist ein Album, das den Hörer schult, weil es als Gesamtwerk funktioniert und auf jeden Stirnrunzler ein Moment purer Epik folgt.

9/10

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