Die legendärsten Kölner Metalbands – Teil 6: A-Rise

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Noch gut 2 Wochen trennen uns vom zweiten Cologne Metal Festival – im Zuge dieser Reihe stellen wir im Vorfeld die legendärsten Kölner Bands vor.

Die heutige Band dürfte in gewisser Hinsicht immer noch einer der heißesten Exporte der Kölner Szene sein. Als A-RISE beackerten sie bereits seit Ende der 90er die Bühnen – nun folgte der Neustart als SIC ZONE inkl. Europa-Tour mit Six Feet Under und Headliner-Show beim ersten Cologne Metal Festival.

 

Teil 6: A-RISE

Hi PY, erzähl doch kurz was zu eurem Background.

„Hy David, der Grundgedanke der Band ist 1996 unter dem Namen „Crueldeath“ gegründet worden. Das war damals eine ‚Schulband‘. Bis zu dem Moment wo die Lehrer meine Texte gefunden und das erste Konzert 1999 gesehen haben. Danach wollten die uns das alles verbieten, es sollte ein anderer Bandname her und ich musste versprechen ’nettere‘ Musik zu machen, haha. Wenn die das Zeug bloß hören würden was ich jetzt mache, würden die wohl bei der ersten Note sterben.

Geendet hat es am 30 Juni 2013. Da ich ein Mensch bin, der nur Sachen macht die ihn überzeugen. Daher habe ich die Band bis zum Schluss durchgezogen.
Es gab leider zu viele Member-Wechsel. Davon war A-Rise leider geprägt, aber ich sag immer: ‚Wir sind nicht das was wir sagen, sondern das was wir machen‘. Und wenn jemand einen auf faulen Rockstar machen will, soll er woanders nerven.“

Wie viele Releases habt ihr in der Zeit herausgebracht?

„Insgesamt waren es 3 Demo-CDs, die wir auf die Leute losgelassen haben. Das erste Demo war 2001: ‚The Dreams are Dead‘. Das war meine erste Erfahrung im Studio und ich habe damals den Zauber des Recordings für mich entdeckt. Es gibt nichts geileres als seine Ideen zu einem fertigen Track zusammen zu bringen. Die Platte kam durch die Bank gut bei den Reviews weg, dafür dass es noch nicht so cool klang wie man es mittlerweile gewohnt ist, aber die CD hatte ihren ganz eigenen Klang und war zur damaligen Zeit schon sehr intensiv.

Mit den damaligen Musikern, konnte man leider nicht gut arbeiten, mir wurden nur Stöcke zwischen die Beine geworfen, weswegen ich 2006 ein fast Kompletten Line-Up Wechsel in der Band hatte und mit den neuen Jungs hat das Arbeiten auch wieder Spaß gemacht.

Was an der zweiten Mini-CD ‚MyOldWay‘ krass war, war dass ich die ganze Zeit über bei der Produktion war und nicht geschlafen hatte und zum Schluss den Gesang drauf gedrückt habe, was zur Folge hatte dass ich am Ende so heavy geschrien hatte, das mir schlecht wurde und ich kotzen musste.

2007 haben wir uns dann auf unseren Long Player gestürzt, Titel ‚No One Said It Would Be Easy‘ und eine CD aufgenommen, die in meinen Augen, eine pure Abrechnungsplatte ist. Keiner wird verschont, jeder bekommt sein Fett weg, sogar ich selbst. Wir haben uns 3 Monate im Studio eingeschlossen und diesen Hassbatzen geformt. Auf diesem Weg möchte ich meinem Freund Thomas D. (Co-Produzent) danken für die tolle Zeit. Die CD ist nicht für jedermann, das haben uns die Reviews gezeigt, 80% der Reviews hat uns in den Himmel gelobt, Zitate: ‚Hier wird Metalgeschichte geschrieben“‘ usw… aber ca 20% sind gestorben und haben richtig leiden müssen unter dieser Platte, hehe. An diesem Punkt habe ich für mich heraus gefunden, egal was jetzt noch von uns kommt, es gibt nur pro oder contra und ich freue mich schon auf den Kampf die Leute doch zu überzeugen.“

Was war eure größte Show in der A-Rise Zeit?

„Oh Mann, keine Ahnung. Aus meiner Sicht war jede und ist jede Show die größte, aber aus kommerzieller Sicht rattere ich mal einfach die Namen runter: ACFMF 2012, Show mit Knorkator in Dormagen, Show mit Agathadaimon in Troisdorf, Römersee Festival, Rock in Schroth, Dark Embrace Festival (8-9-10) usw…

Aber eine Show muss ich noch erwähnen und zwar war das glaube ich 2002 in Wismar. Der Booker hat einen Track von uns gehört und war hellauf begeistert, hat aber den anderen vom Festival nicht Bescheid gesagt, was da auf die zukommt und dem Publikum auch nicht wirklich ( Internet war da ja noch nicht richtig fit).

Das Ende von dem Lied war, dass die anderen Bands echt SCHEISSE waren und wir haben nachher alles abgeräumt, das war eine Party die ihres gleichen gesucht hat. Was mich als Romantiker sehr gefreut hat, war das Festivalgelände: Bühne, Publikum, Strand, Ostsee.- so die Reihenfolge.“

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PY – Vocals & Gitarre – Sic Zone / A-Rise

Wie hast du die lokale Szene zu deiner Anfangszeit empfunden?

„So wie ich sie leider heute noch immer sehe: Jeder denkt er wäre der geilste. Es herrscht zu viel Neid und kein Zusammenhalt. Ich persönlich habe ja versucht mit vielen Festivals in Köln den Zusammenhalt der Bands und der gesamten Szene aufzubauen, aber leider wurde ich nur enttäuscht. Naja scheiß drauf. Ich habe jetzt echt coole Typen in Köln am Start die mit mir das Cologne Metal Festival  aufgebaut haben und das ist endlich ein Team mit dem man arbeiten kann. Wer dort nicht hingeht hat mit der Kölner Metalszene NICHTS zu tun. BASTA.“

Was für einen Ratschlag würdest du jungen Musikern mit auf dem Weg geben, die es wirklich ernst meinen?

„Ganz wichtig, sehr sehr wichtig: Macht das was EUCH gefällt. Lasst euch von euren Lieblingsbands inspirieren, aber bitte bitte kopiert sie nicht.“

Hast du aktuell Pläne, Neuigkeiten oder Anekdoten, die du unseren Lesern mitteilen willst?

„Mit A-RISE gibt es keine aktuelle Pläne, die Band ist Juni 2013 eingestampft worden. Aber jeder, der mich kennt, weiß das ich immer weiter mache. Aus der Asche von A-RISE ist die neue Band SIC ZONE entstanden und es läuft besser als je zuvor. Unsere erste CD „Bear The Consequences“ ist Ende 2013 via Dr. Music Records auf den Markt gekommen. Wir spielen Shows ohne Ende, waren im April mit Six Feet Under auf Europa-Tour und gerade sind wir in Deutschland unterwegs und finden überall neue Freunde.

Was ich den Lesern übrigens noch mitteilen will ist, dass ich kein gläubiger Mensch bin, aber woran ich glaube ist Karma. Und deshalb wünsche ich bösen Menschen auch böses. Das kann ich nur jedem empfehlen. Es befreit die Seele und bis jetzt hatte ich immer Recht.

So jetzt genug gesagt. Ich hoffe, dass wir uns auf dem Cologne Metal Festival 2014 treffen und eine tolle Party feiern werden. Euer PY.“

David Timsit

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