Die legendärsten Kölner Metalbands – Teil 7: WOLFEN

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Übermorgen, am Samstag den 27.09., findet das zweite Cologne Metal Festival statt – im Zuge dieser Reihe stellen wir im Vorfeld die legendärsten Kölner Bands vor.

Die heutige Band ist schon ordentlich rumgekommen und ist demnächst mit GRAVE DIGGER auf deren GERMAN METAL ATTACK Tour unterwegs. Zu der Gelegenheit unterhielten wir uns mit Sänger Andreas in diesem vorerst letzten Teil der Artikelserie.

 

Teil 7: WOLFEN

Hi Andreas, erzähl uns kurz wer WOLFEN ist und was ihr bislang so getrieben habt.

„Im Prinzip haben wir schon 1989 angefangen und haben als Metal-Jungspunde bis etwa 1998 eher unprofessionell rumgelärmt. Als Speed Metal Band sozusagen, aber die heutige Band bzw. ab 2000 hat eigentlich nichts damit gemein außer dem Bandnamen. Ab 2000 kam der erste Plattenvertrag seit dem haben wir es jedoch erst auf 5 Longplayer gebracht.“

Das ist ja schon ein Weilchen. Was war eure größte Show?

„Es waren schon mehrere dabei so rein Festival-technisch vor mehreren Tausend Leuten, wie vor Kreator, Annihilator oder In Flames.“

Und welche die denkwürdigste?

„War wohl ein Gig im legendären Londoner Marquee Club bevor er geschlossen wurde.“

Gehen wir mal zurück zu den Wurzeln – wie hast du die lokale Szene zu deiner Anfangszeit empfunden?

„Zu Anfang waren die Metalfans sehr hungrig, genau wie die Bands. Die Konzerte waren immer gut besucht, vor allem Anfang der Neunziger. Heute ist es leider so, dass die Bands sich nicht den Dreck unter den Fingernägeln gönnen und der Neid schnell groß ist, wenn man einfach ein wenig mehr mit der Mucke erreicht. Die meisten Leute verstehen einfach nicht, dass da Arbeit und Qualität oder Originalität hinter steckt. Aber es ist natürlich heute auch sehr schwer, weil es alles irgendwie schon gibt und man alles schon tausendmal gehört hat.“

Andreas, Wolfen - Vocals

Andreas, Wolfen – Vocals

Die heutige Szene gibt dir also nicht mehr viel?

„Die Metalszene heute existiert ja im Prinzip nicht mehr weil sich diese Musikrichtung bzw. Lebenseinstellung voll und ganz etabliert hat. Damals war man eine Randgruppe, Außenseiter. Die Leute haben zusammen gehalten und gefeiert egal ob Death Metal oder Hair Metal Fan. Wobei die Bandszene ähnlich ist wie damals. Aus Köln kamen immer meistens Bands aus dem Hartwurstsektor und das massenhaft. Zur Qualität kann ich mich nicht äußern, da das nicht so meine Baustelle war. Ich finde es nach wie vor geil das es immer noch junge Leute gibt, die sich dem Metal verschreiben bzw. in Metalbands spielen, aber mir fällt auch auf, dass die Leute mehr Wert darauf legen perfekt auf Ihren Instrumenten zu sein oder abgedrehte Mucke zu schreiben, anstatt sich mehr mit Ihrem Songwriting zu beschäftigen und mal Ihr Herzblut einfließen zu lassen.“

Denkst du ein großer lokaler Event wie das Cologne Metal Festival kann für hiesige Bands dennoch ein Sprungbrett zu überregionaler Bekanntheit sein?

„Solche Festivals sind auf jeden Fall wichtig, damit Bands gerade Newcomer eine Plattform geboten wird um Ihren Fans bzw. Neufans, von Ihrer Musik zu überzeugen. Jedoch als Sprungbrett, denke ich nicht, selbst Bands die auf Wacken Slots bekommen haben, sind deswegen lange noch nicht direkt berühmter geworden.“

Was für einen Ratschlag würdest du jungen Musikern mit auf dem Weg geben, die es wirklich ernst meinen?

„Ich denke am wichtigsten ist es, nicht darüber nachzudenken, bzw. sollte das Ziel nicht der Ruhm sein, oder Bekanntheit zu erlangen, sondern sich der eigenen Musik widmen, fühlen, Spaß dran haben Metal zu leben. Wenn man nur musiziert um Anerkennung oder Bekanntheit zu erlangen, sollte man es am Besten direkt sein lassen, da man das eigentliche Ziel meiner Meinung damit verfehlt.“

Danke für deine Zeit. Irgendwelche Anekdoten zum Schluss? Was steht bei euch aktuell noch so an?

„Naja, nach 14 Jahren WOLFEN mit über hundert Konzerten könnte man wohl ein Buch voller Anekdoten veröffentlichen. Aktuell erscheint am 12. September das neue Album namens „Evilution“ weltweit, einen Monat später kommt das Teil dann auch als Doppel Vinyl heraus.“

David Timsit

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